Wann ein Allergietest sinnvoll ist
- Heuschnupfen: Niesattacken, Fließschnupfen, juckende und tränende Augen in bestimmten Monaten
- Ganzjährige allergische Rhinitis, etwa bei Hausstaubmilben oder Tierhaaren
- Ständig verstopfte Nase, Mundatmung, Schnarchen ohne Infekt
- Wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen oder Paukenerguss beim Kind
- Verdacht auf einen Zusammenhang zwischen Beschwerden und Jahreszeit, Wohnung oder Haustier
- Vor einer geplanten Therapieentscheidung, etwa vor einer spezifischen Immuntherapie
Allergietest für Kinder und Erwachsene
Die Allergiediagnostik ist in meiner Ordination ausdrücklich auch für Kinder möglich. Das ist wichtig, weil eine unerkannte Allergie bei Kindern die Nasenatmung, den Schlaf, die Belüftung des Mittelohrs und damit das Hören beeinflusst.
Bei Kindern wird der Test ruhig vorbereitet und altersgerecht erklärt; die Eltern bleiben dabei. Ob der Hauttest im Einzelfall geeignet ist, hängt vom Alter, vom Hautzustand und von den eingenommenen Medikamenten ab und wird vorher besprochen.
Ablauf der Untersuchung in der Ordination
Am Anfang steht das Gespräch: Wann treten die Beschwerden auf, wo, in welchen Monaten, wie stark, welche Medikamente werden eingenommen. Danach folgt die HNO-Untersuchung von Nase, Rachen und Ohren, meist mit endoskopischer Beurteilung der Nasenschleimhaut.
Beim Pricktest werden Tropfen mit standardisierten Allergenen auf die Haut des Unterarms aufgetragen und die Haut oberflächlich angeritzt. Nach etwa 15 bis 20 Minuten wird die Reaktion abgelesen. Der Test ist kurz und in der Regel gut verträglich. Antihistaminika müssen einige Tage vorher pausiert werden – wie lange genau, bespreche ich bei der Terminvereinbarung.
Nicht in jeder Situation ist der Hauttest möglich: bei akuten Hauterkrankungen am Unterarm, bei einem akuten Infekt, in der Schwangerschaft oder unter bestimmten Medikamenten (etwa Betablockern) wird er verschoben oder durch eine Blutuntersuchung ersetzt. Der Test wird nur unter ärztlicher Aufsicht und mit der Möglichkeit zur sofortigen Behandlung einer Reaktion durchgeführt.
Reicht der Hauttest nicht aus oder ist er nicht durchführbar, kann eine Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper ergänzt oder eine Zuweisung veranlasst werden.
Was nach dem Test besprochen wird
Das Testergebnis allein ist keine Diagnose. Entscheidend ist, ob die Hautreaktion zu den geschilderten Beschwerden passt. Diese Einordnung erfolgt gemeinsam im Anschluss an den Test.
Je nach Ergebnis werden Allergenkarenz, Nasenspülungen, lokale Therapie der Nasenschleimhaut, Antihistaminika oder die Vorstellung zur spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) besprochen. Bestehen zusätzlich anatomische Ursachen wie eine verbogene Nasenscheidewand oder vergrößerte Nasenmuscheln, wird das eigens beurteilt. Ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesagt werden.
Kosten und Versicherung
Die Ordination in der Praterstraße ist eine Wahlarztordination. Sie bezahlen direkt in der Ordination und erhalten eine Honorarnote. Die österreichische Krankenkasse erstattet auf Antrag einen Teil des Betrages.