Ohrenschmerzen, Hörminderung & Tinnitus beim Erwachsenen: Diagnose & Behandlung beim HNO-Arzt in Wien

Ohrbeschwerden gehören zu den häufigsten Gründen für einen HNO-Besuch. Schmerzen, ein verstopftes Ohr, nachlassendes Hören oder Ohrgeräusche können sehr unterschiedliche Ursachen haben. In der Ordination werden Ohr, Trommelfell und Gehör untersucht, um die Ursache einzugrenzen und die nächsten Schritte zu besprechen.

Ohrenschmerzen (Otalgie) und Mittelohrentzündung (Otitis media)

Ohrenschmerzen entstehen häufig durch eine Entzündung im Mittelohr, oft im Anschluss an einen Infekt der oberen Atemwege. Typisch sind Druck, pochende Schmerzen, ein dumpfes Hören und manchmal Fieber. Läuft Flüssigkeit aus dem Ohr, kann das Trommelfell eingerissen sein.

Schmerzen im Ohr können auch von außerhalb des Ohres kommen, etwa von den Zähnen, dem Kiefergelenk, den Mandeln oder der Halswirbelsäule. Deshalb wird bei der Untersuchung immer der gesamte HNO-Bereich beurteilt.

Hörminderung und plötzlicher Hörverlust (Hörsturz)

Eine Hörminderung kann sich langsam entwickeln oder plötzlich auftreten. Ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust ohne erkennbaren äußeren Grund wird als Hörsturz bezeichnet; häufig kommen ein Druckgefühl, Ohrgeräusche oder Schwindel dazu.

Ein plötzlicher Hörverlust sollte innerhalb von Tagen untersucht werden, nicht erst nach Wochen. Bei der Untersuchung wird unterschieden, ob die Ursache im äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder im Innenohr liegt.

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Bei Ohrgeräuschen werden Gehörgang und Trommelfell beurteilt; ein Hörtest ist immer Teil der Abklärung, weil Tinnitus häufig mit einer Hörminderung zusammenhängt. Ergänzend werden Blutdruck, Medikamente, Lärmbelastung, Kiefergelenk und Nackenmuskulatur besprochen.

Bei einseitigem, pulsierendem oder plötzlich aufgetretenem Tinnitus sowie bei begleitendem Hörverlust erfolgt gegebenenfalls eine Zuweisung zu weiterführender Diagnostik. Die Ordination sagt nicht zu, Tinnitus zu beseitigen; Ziel sind Abklärung der Ursache und eine sachliche Beratung zum weiteren Vorgehen.

Verstopftes Ohr, Ohrenschmalz (Cerumen) und Druckgefühl

Ein verstopftes Ohr entsteht häufig durch Ohrenschmalz, nach dem Schwimmen oder durch eine gestörte Belüftung über die Ohrtrompete, etwa bei Schnupfen, Allergie oder nach Flugreisen. Das Ohr fühlt sich dumpf an, das eigene Sprechen klingt lauter.

Ohrenschmalz wird unter Sicht mit dem Ohrmikroskop entfernt, je nach Befund mit Absaugung, Häkchen oder Spülung. Wattestäbchen schieben Ohrenschmalz eher tiefer in den Gehörgang und können die Haut verletzen.

Gehörgangsentzündung (Otitis externa), Schwimmerohr

Eine Entzündung des äußeren Gehörgangs verursacht Juckreiz, Schmerzen bei Berührung der Ohrmuschel und eine Schwellung des Gehörgangs. Feuchtigkeit nach dem Schwimmen, Reinigungsversuche mit Wattestäbchen und Hauterkrankungen begünstigen sie.

Behandelt wird nach Befund, meist mit Reinigung des Gehörgangs unter Sicht und örtlich wirksamen Präparaten. Bei Diabetes, Immunschwäche oder starken Schmerzen ist eine engmaschige Kontrolle wichtig.

Termin in der Ordination vereinbaren

Ordination in 1020 Wien, Praterstraße 27. Termine nach Vereinbarung – online oder telefonisch.

Bei akuten Notfällen wählen Sie bitte 144. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Häufige Fragen

Wann muss ich mit Ohrenschmerzen zum HNO-Arzt?

Sinnvoll ist eine Untersuchung, wenn die Schmerzen länger als zwei bis drei Tage anhalten, stark sind, mit Fieber, Hörverlust, Schwindel oder Ausfluss aus dem Ohr einhergehen oder immer wieder auftreten. Auch einseitige Beschwerden ohne erkennbaren Infekt gehören abgeklärt. Bei Schwellung und Rötung hinter dem Ohr oder einer Gesichtslähmung ist sofortige ärztliche Hilfe nötig, im Notfall 144 (EU-weit 112).

Ist ein Hörsturz ein Notfall?

Ein Hörsturz ist kein lebensbedrohlicher Notfall, aber ein dringlicher Fall. Ein plötzlicher Hörverlust sollte innerhalb weniger Tage untersucht werden, damit andere Ursachen erkannt und die Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden können. Kommen Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen dazu, ist es ein Notfall.

Kann man Tinnitus behandeln?

Behandelt wird, was als Ursache oder begleitender Faktor gefunden wird, etwa Ohrenschmalz, ein Paukenerguss, eine Hörminderung oder eine Belastung durch Lärm. Zusätzlich gibt es Verfahren, die den Umgang mit dem Geräusch erleichtern, etwa Hörgeräteversorgung bei Hörminderung oder Tinnitus-Beratung. Ein Verschwinden des Ohrgeräuschs kann nicht zugesagt werden.