Mögliche Beschwerden
- Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Kratzen oder Brennen im Hals
- Belegte oder gerötete Mandeln, Mundgeruch, Fieber
- Wiederkehrende Mandelentzündungen mehrmals pro Jahr
- Heiserkeit, schwache oder rasch ermüdende Stimme
- Räusperzwang, Globusgefühl („Kloß im Hals“)
- Stimmbeschwerden bei beruflicher Stimmbelastung
Wann eine HNO-ärztliche Abklärung sinnvoll ist
Eine Vorstellung ist sinnvoll bei Heiserkeit, die länger als etwa drei Wochen anhält, bei wiederkehrenden Mandelentzündungen, bei einseitigen Halsschmerzen, bei tastbaren Halsknoten oder wenn Beschwerden trotz Behandlung nicht abklingen.
Bei Atemnot, Unfähigkeit zu schlucken oder den Speichel zu behalten, kloßiger Sprache mit hohem Fieber oder rasch zunehmender Halsschwellung ist sofortige Hilfe erforderlich – im Notfall 144.
Ablauf der Untersuchung in der Ordination
Nach der Anamnese zu Dauer, Verlauf, Fieber, Stimmbelastung, Rauchen und Reflux folgt die Untersuchung von Mundhöhle, Rachen, Mandeln und Hals einschließlich Abtasten der Lymphknoten.
Bei Stimmbeschwerden wird der Kehlkopf beurteilt, in der Regel mittels Lupenlaryngoskopie oder flexibler Endoskopie. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion kann ein Abstrich oder Schnelltest sinnvoll sein; bei unklaren Befunden erfolgt eine Zuweisung zu weiterführender Diagnostik.
Behandlungsmöglichkeiten
Virale Halsentzündungen werden symptomatisch begleitet, etwa mit schmerzlindernden Maßnahmen, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Schonung. Antibiotika kommen nur bei entsprechendem Befund und begründetem Verdacht auf eine bakterielle Infektion in Betracht.
Bei Stimmproblemen können Stimmschonung, logopädische Therapie oder die Behandlung begleitender Faktoren wie Reflux oder Allergien besprochen werden. Bei häufig wiederkehrenden Mandelentzündungen wird geprüft, ob eine chirurgische Abklärung in einer Klinik sinnvoll ist.