Mögliche Beschwerden
- Lautes, unregelmäßiges Schnarchen, häufig vom Partner bemerkt
- Beobachtete Atempausen während des Schlafs
- Nicht erholsamer Schlaf, häufiges nächtliches Aufwachen
- Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, morgendliche Kopfschmerzen
- Trockener Mund oder Halsschmerzen am Morgen
- Behinderte Nasenatmung, besonders nachts
Wann eine HNO-ärztliche Abklärung sinnvoll ist
Eine Abklärung ist empfehlenswert, wenn Atempausen beobachtet werden, ausgeprägte Tagesmüdigkeit besteht, das Schnarchen zunimmt oder gleichzeitig Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen. Auch bei Kindern mit lautem Schnarchen, Mundatmung oder unruhigem Schlaf ist eine Untersuchung sinnvoll.
Ziel ist es, anatomische Ursachen im Bereich von Nase, Rachen und Zungengrund zu erkennen und einzuschätzen, ob eine schlafmedizinische Diagnostik erforderlich ist.
Ablauf der Untersuchung in der Ordination
Nach einem Gespräch zu Schlafgewohnheiten, Tagesmüdigkeit, Gewichtsverlauf, Alkohol- und Medikamenteneinnahme folgt die Untersuchung der oberen Atemwege.
Dazu gehören die Beurteilung der Nasenatmung und Nasenscheidewand, der Nasenmuscheln, des Gaumens, der Mandeln und des Rachens – bei Bedarf mit einer endoskopischen Untersuchung. Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, erfolgt eine Zuweisung zur schlafmedizinischen Diagnostik (Polygrafie oder Polysomnografie), da die Diagnose einer Schlafapnoe eine Schlafmessung voraussetzt.
Behandlungsmöglichkeiten
Die weiteren Schritte hängen von Befund und Schweregrad ab. Häufig werden zunächst allgemeine Maßnahmen besprochen, etwa Gewichtsreduktion, Schlafposition, Verzicht auf Alkohol am Abend und die Behandlung einer behinderten Nasenatmung.
Je nach Ursache kommen konservative Therapien, Unterkieferprotrusionsschienen in Zusammenarbeit mit der Zahnmedizin, eine CPAP-Therapie über die Schlafmedizin oder – bei klarer anatomischer Ursache – operative Verfahren über eine Klinik in Betracht. Welche Option geeignet ist, wird individuell und ergebnisoffen besprochen.