Schnarchen & schlafbezogene Atmungsstörungen – HNO Wien

Schnarchen entsteht durch Vibrationen im Bereich der oberen Atemwege während des Schlafs. Es kann harmlos sein, aber auch Hinweis auf eine schlafbezogene Atmungsstörung wie eine obstruktive Schlafapnoe sein. Die HNO-Untersuchung klärt, ob und wo eine Verengung der Atemwege vorliegt.

Mögliche Beschwerden

  • Lautes, unregelmäßiges Schnarchen, häufig vom Partner bemerkt
  • Beobachtete Atempausen während des Schlafs
  • Nicht erholsamer Schlaf, häufiges nächtliches Aufwachen
  • Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, morgendliche Kopfschmerzen
  • Trockener Mund oder Halsschmerzen am Morgen
  • Behinderte Nasenatmung, besonders nachts

Wann eine HNO-ärztliche Abklärung sinnvoll ist

Eine Abklärung ist empfehlenswert, wenn Atempausen beobachtet werden, ausgeprägte Tagesmüdigkeit besteht, das Schnarchen zunimmt oder gleichzeitig Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen. Auch bei Kindern mit lautem Schnarchen, Mundatmung oder unruhigem Schlaf ist eine Untersuchung sinnvoll.

Ziel ist es, anatomische Ursachen im Bereich von Nase, Rachen und Zungengrund zu erkennen und einzuschätzen, ob eine schlafmedizinische Diagnostik erforderlich ist.

Ablauf der Untersuchung in der Ordination

Nach einem Gespräch zu Schlafgewohnheiten, Tagesmüdigkeit, Gewichtsverlauf, Alkohol- und Medikamenteneinnahme folgt die Untersuchung der oberen Atemwege.

Dazu gehören die Beurteilung der Nasenatmung und Nasenscheidewand, der Nasenmuscheln, des Gaumens, der Mandeln und des Rachens – bei Bedarf mit einer endoskopischen Untersuchung. Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, erfolgt eine Zuweisung zur schlafmedizinischen Diagnostik (Polygrafie oder Polysomnografie), da die Diagnose einer Schlafapnoe eine Schlafmessung voraussetzt.

Behandlungsmöglichkeiten

Die weiteren Schritte hängen von Befund und Schweregrad ab. Häufig werden zunächst allgemeine Maßnahmen besprochen, etwa Gewichtsreduktion, Schlafposition, Verzicht auf Alkohol am Abend und die Behandlung einer behinderten Nasenatmung.

Je nach Ursache kommen konservative Therapien, Unterkieferprotrusionsschienen in Zusammenarbeit mit der Zahnmedizin, eine CPAP-Therapie über die Schlafmedizin oder – bei klarer anatomischer Ursache – operative Verfahren über eine Klinik in Betracht. Welche Option geeignet ist, wird individuell und ergebnisoffen besprochen.

Termin in der Ordination vereinbaren

Ordination in 1020 Wien, Praterstraße 27. Termine nach Vereinbarung – online oder telefonisch.

Bei akuten Notfällen wählen Sie bitte 144. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Häufige Fragen

Bedeutet Schnarchen automatisch Schlafapnoe?

Nein. Viele Menschen schnarchen ohne Atemaussetzer. Ob eine Schlafapnoe vorliegt, lässt sich nur durch eine schlafmedizinische Messung feststellen, nicht allein durch die HNO-Untersuchung.

Wird in der Ordination ein Schlaflabor-Test durchgeführt?

Die Ordination führt die HNO-Abklärung der oberen Atemwege durch. Für eine Schlafmessung erfolgt eine Zuweisung an schlafmedizinische Einrichtungen.

Können auch Kinder betroffen sein?

Ja. Bei Kindern sind vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln eine häufige Ursache für Schnarchen und Mundatmung. Eine kinder-HNO-ärztliche Untersuchung kann das abklären.