Nasennebenhöhlenentzündung & behinderte Nasenatmung – HNO Wien

Eine verstopfte Nase und Druck im Gesicht sind typische Zeichen einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Die Beschwerden können akut nach einem Infekt auftreten oder chronisch bestehen. Auch anatomische Ursachen wie eine verbogene Nasenscheidewand oder vergrößerte Nasenmuscheln können die Nasenatmung behindern.

Mögliche Beschwerden

  • Behinderte Nasenatmung, ein- oder beidseitig
  • Druck- oder Schmerzgefühl über Stirn, Wangen oder zwischen den Augen
  • Eitriges oder zähes Nasensekret, Sekretfluss in den Rachen
  • Eingeschränkter Geruchssinn
  • Wiederkehrende Infekte, Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Schnarchen und Mundatmung durch die behinderte Nasenatmung

Wann eine HNO-ärztliche Abklärung sinnvoll ist

Eine Abklärung ist sinnvoll, wenn Beschwerden länger als etwa zehn Tage bestehen, sich nach anfänglicher Besserung wieder verschlechtern, häufig wiederkehren oder wenn der Geruchssinn nachlässt. Auch eine dauerhaft behinderte Nasenatmung ohne Infekt sollte untersucht werden.

Bei hohem Fieber mit starker Beeinträchtigung, Schwellung oder Rötung rund um das Auge, Sehstörungen, Doppelbildern, starker Kopfschmerzsymptomatik oder Nackensteife ist eine sofortige Versorgung nötig – im Notfall 144.

Ablauf der Untersuchung in der Ordination

Nach dem Gespräch zu Verlauf, Allergien, Vorbehandlungen und Medikamenten folgt die Untersuchung der Nase, meist mit einer endoskopischen Beurteilung der Nasenhaupthöhle, der Nasenmuscheln, der Nasenscheidewand und der Sekretwege.

Beurteilt werden außerdem Rachen und Ohren, da die Belüftung des Mittelohrs mitbetroffen sein kann. Bei Verdacht auf eine allergische Komponente kann eine Allergiediagnostik empfohlen werden; bei chronischen oder komplizierten Verläufen erfolgt eine Zuweisung zur Bildgebung (CT) oder in eine Klinik.

Behandlungsmöglichkeiten

Im Vordergrund stehen zunächst konservative Maßnahmen: Nasenspülungen mit Salzlösung, abschwellende oder kortisonhaltige Nasensprays nach ärztlicher Anweisung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Behandlung begleitender Allergien. Antibiotika werden nur bei entsprechendem Befund erwogen.

Bleiben die Beschwerden trotz konservativer Therapie bestehen oder liegen anatomische Ursachen wie eine deutlich verbogene Nasenscheidewand oder Polypen vor, kann eine operative Behandlung über eine Klinik besprochen werden. Ob ein Eingriff sinnvoll ist, wird individuell und ohne Zusage eines bestimmten Ergebnisses beurteilt.

Termin in der Ordination vereinbaren

Ordination in 1020 Wien, Praterstraße 27. Termine nach Vereinbarung – online oder telefonisch.

Bei akuten Notfällen wählen Sie bitte 144. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine akute Nasennebenhöhlenentzündung?

Akute Verläufe bessern sich häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen. Halten die Beschwerden länger an oder verschlechtern sie sich erneut, ist eine HNO-ärztliche Untersuchung sinnvoll.

Sind abschwellende Nasensprays unbedenklich?

Abschwellende Sprays sollten nur kurzfristig und nach ärztlicher Anweisung verwendet werden, da eine längere Anwendung zu einer Gewöhnung der Nasenschleimhaut führen kann.

Wird in der Ordination eine Nasenendoskopie durchgeführt?

Ja, die endoskopische Untersuchung der Nase gehört zur Standardabklärung. Sie ist in der Regel kurz und wird meist gut vertragen.