Ist Schnarchen bei Kindern normal?
Gelegentliches Schnarchen bei verstopfter Nase, etwa während einer Erkältung, ist üblich und klingt mit dem Infekt ab. Auffällig wird es, wenn ein Kind fast jede Nacht schnarcht, auch ohne Infekt, und dabei durch den Mund atmet.
Regelmäßiges Schnarchen bedeutet nicht automatisch eine Schlafapnoe, sollte aber untersucht werden, weil sich dahinter eine dauerhaft behinderte Atmung im Schlaf verbergen kann.
Woran erkenne ich eine Schlafapnoe bei meinem Kind?
Hinweise sind beobachtete Atempausen, angestrengtes oder röchelndes Atmen, stark unruhiger Schlaf mit ungewöhnlichen Schlafpositionen, nächtliches Schwitzen und wiederauftretendes Einnässen. Tagsüber fallen Müdigkeit, Reizbarkeit oder Konzentrationsprobleme auf.
Gesichert wird die Diagnose nicht in der Ordination, sondern mit einer Schlafmessung. Bei entsprechendem Verdacht erfolgt daher die Zuweisung in ein schlafmedizinisches Zentrum.
- Beobachtete Atempausen oder Luftschnappen im Schlaf
- Mundatmung, angestrengtes Atmen, nächtliches Schwitzen
- Unruhiger Schlaf, häufiges Aufwachen
- Müdigkeit, Reizbarkeit oder Unkonzentriertheit am Tag
Wie wird kindliches Schnarchen abgeklärt und behandelt?
In der Ordination werden Nase, Nasenrachen, Rachen und Mandeln beurteilt, bei Bedarf endoskopisch, dazu die Ohren mit Tympanometrie und Hörtest. Auch eine Allergie oder eine chronisch verstopfte Nase wird berücksichtigt.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache: Behandlung der Nasenatmung und einer Allergie, Kontrolle des Verlaufs oder – bei deutlich vergrößerten Adenoiden (Polypen) und Mandeln – Besprechung eines Eingriffs über eine Klinik.